Lipidapherese/LDL-Apherese und weitere Sonderverfahren

Als Nephrologen beschäftigen wir uns nicht nur mit Nierenerkrankungen, sondern können aufgrund unserer umfangreichen Ausbildung auch für andere Erkrankungen therapeutische Verfahren anbieten.
 
Lipidapherese/LDL-Apherese
Nicht selten führen unkontrollierbare, häufig genetisch bedingte Fettstoffwechselstörungen bei Patienten zu Erkrankungen der Blutgefäße. Ablagerungen und Verschlüsse von Arterien können zu Durchblutungsstörungen an Herz (Herzinfarkt), Gehirn (Schlaganfall) oder den Beinen führen. Hierfür können ein sehr hohes Cholesterin oder auch ein deutlich erhöhtes Lipoprotein (a) verantwortlich sein. Gerade letzteres wird leider zu selten getestet. Liegt eine der o.g. Erkrankungen vor, sollte das Blut entsprechend untersucht werden. Sind dann Blutwerte durch Diät und/oder Medikamente nicht ausreichend zu senken, so kann die Lipidapherese helfen. Hierbei wird das Blut über oder das Plasma über Filter geleitet, in denen die Blutfette zurückgehalten werden. Die Behandlung muss in der Regel einmal pro Woche durchgeführt werden und dauert 1-2 Stunden.  Die Wahrscheinlichkeit, dass dann weitere Durchblutungsstörungen auftreten, kann so deutlich gesenkt werden.
 
Immunadsorption
Bei zahlreichen Erkrankungen spielen Antikörper eine Rolle oder dies wird vermutet. Hierzu gehören z.B. die chronische Polyarthritis/rheumatoide Arthritis aber auch neurologische Erkrankungen wie die Multiple Sklerose. Wenn sich eine durch Antikörper verursachte Erkrankung nicht ausreichend mit Medikamenten behandeln läßt, so kann in einigen Fällen die Immunadsorption helfen. Hierbei wird das Blut von den Antikörpern innerhalb von 1-2 Stunden gereinigt.
Wenn Sie der Meinung sind, dass die Immunadsorption für Sie eine erfolgreiche Behandlung verspricht,  so können Sie dies mir Ihrem behandelnden Arzt oder auch gern mit uns besprechen.
 
Plasmaaustausch/Plasmapherese
Bei einigen seltenen Erkrankungen ist der genaue Auslöser nicht bekannt oder medikamentös nicht ausreichend behandelbar. Der Austausch des flüssigen Anteils des Blutes (=Plasma) kann eventuell eine Therapie darstellen. In solchen Fällen können wir in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt eine Plasmapherese durchführen.